„Die Aktivengruppe möchte den Sexismus-Vorwurf gegen den Genossen nicht bestätigen.“

Sexismus ist scheiße, das wissen alle. Sexismus dulden wir nicht in unserer Gruppe. Sexismus kommt in der radikalen Linken sowieso nicht vor. Und wenn doch, dann nur in anderen Gruppen.

Der Sexismus-Vorwurf ist ein ganz schlimmer Vorwurf. Linke Männer* sind gegen Sexismus. Linke Männer* können keine Sexisten sein. Sexistisches Verhalten ist sowieso kein Sexismus, wenn sie* vorher mal was von ihm* wollte. Oder wenn er* vielleicht auch mal etwas von ihr* wollte und es später bestreitet, dann gibt’s auch keinen Sexismus.

Sexismus ist es nicht, wenn sie* ihn* wegen seines* mackerhaften Verhaltens kritisiert und er* sie* dann anbrüllt. Es ist auch kein Sexismus, wenn der Mann* öfter mal Frauen* angreift oder herabsetzt. Dann ist er* bloß gestresst und wahrscheinlich sind die Frauen* nur zickig, weil sie* wieder mal die Definitionsarbeit nicht geleistet haben.

Meistens geht es sowieso nur um Alltagssexismus und der ist schließlich überall und der ist sowieso kein richtiger Sexismus und man kann ja auch nicht gegen alles kämpfen. Die feministische Weltverschwörung tritt überall zutage und da kann ein richtiger Mann* nur verlieren.

Wenn der Mann* sich als Opfer darstellt und das unverschlüsselt an alle mailt, dann ist das kein Sexismus, sondern dient nur dazu, zu verhindern, dass die Gerüchteküche brodelt. Sexismus ist es übrigens erst recht nicht, wenn sie* eine wahnhafte Feminist*in ist und der Mann* dieses allen in der Gruppe brieflich mitteilt. Wenn sie* deswegen in ihrer verschrobenen Wahrnehmung behauptet, der Mann* habe sich sexistisch verhalten, ist das natürlich kein Sexismus, sondern Beweis ihrer* rachsüchtigen Wahnhaftigkeit.

Wenn die Gruppe, deren Arbeitsklima durch die von der wahnhaften Feminist*in angestoßene Sexismus-Debatte leidet, in Abwesenheit der wahnhaften Feminist*in feststellt, dass es sich nicht um Sexismus handelt, dann ist das auch kein Sexismus. Und es ist schon gar kein Sexismus, wenn die Gruppe eine Auseinandersetzung mit Sexismus nicht leisten kann. Schließlich muss die Gruppe wichtige Anti-Repressionsarbeit leisten und hat keine Kapazitäten, sich mit einem solchen Nebenwiderspruch zu befassen.

Wenn die wahnhafte Feminist*in deswegen emotional wird und weiterhin von der Gruppe die Auseinandersetzung fordert und die Gruppe dann der wahnhaften Feminist*in deren Austritt nahelegt, ist das kein Sexismus. Dann ist das auch kein Mobbing. Denn Mobbing ist scheiße, das wissen alle….

„Die Aktivengruppe möchte den Sexismus-Vorwurf gegen den Genossen nicht bestätigen.“

„Das Verhalten des Mitglieds widerspricht aus Sicht des Bundesvorstandes nicht den Grundsätzen der Roten Hilfe.“

„Solidarität ist eine Waffe!“


2 Antworten auf „„Die Aktivengruppe möchte den Sexismus-Vorwurf gegen den Genossen nicht bestätigen.““


  1. 1 Isabella (GoFemGer) 08. März 2017 um 10:28 Uhr

    Ein wundervoller Beitrag!

    Wie anders als mit Sarkasmus kann man diesen verdrehten Zuständen in unserer Gesellschaft noch begegnen?!

    Um so schlimmer ist soetwas natürlich, wenn es in den (vermeintlich) eigenen Reihen der Roten Hilfe geschieht!

    Es war mir eine wahre Freude diesen beißend kritischen und elegant verfassten Artikel zu lesen. Vielen Dank dafür!
    Ich bin leider noch nicht ganz über den Vorfall informiert, werde aber sofort mit der Recherche beginnen.

  2. 2 qu_f*gr(hb) 12. März 2017 um 10:03 Uhr

    Vielen lieben Dank für diesen empowernden Kommentar!!
    (Mehr zu den Vorfällen findest du inzwischen in unserem Blog ;) )

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− vier = zwei